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30 Fragezeichen

WDC-Meeresbiologe Fabian Ritter stellt sich euren Fragen. Was wolltet ihr schon immer über Schweinswale wissen? Wir freuen uns über eure kniffeligen Fragen und stellen alle Antworten gesammelt hier vor.

Unter allen eingesendeten Fragen verlosen wir einen Stofftier-Schweinswal. Also macht mit und stellt Fabians Expertenwissen auf die Probe.

Schick uns deine Frage in einer E-Mail an kids@whales.org oder als WhatsApp-Sprachnachricht an 089 6100 23 93!


1.   Wie groß ist ein Schweinswal?
Die Schweinswale gehören zu den kleinsten Vertretern der Wale. Sie werden im Durchschnitt nur 1.55 - 1.60 m lang – sie können aber manchmal sogar 1.80 m erreichen.



2.   Wie alt kann ein Schweinswal werden?
Verglichen mit anderen Walen, werden Schweinswale nicht besonders alt. Grindwale und Pottwale können 60 - 70 Jahre alt werden und Blauwale können vermutlich sogar über 100 Jahre alt werden. Schweinswale dagegen werden in der freien Wildbahn im Durchschnitt 8 - 12 Jahre alt, und höchstens 15 Jahre alt. Jetzt hat man aber in der Nord- und Ostsee festgestellt, dass aufgrund der hohen Umweltbelastung die Tiere gar nicht mehr so eine (für Schweinswale) hohe Lebenserwartung haben, das heißt sie werden dort im Durchschnitt nur 3, 4 oder 5 Jahre alt.



3.   Wie schlafen Schweinswale?
Wie genau Schweinswale schlafen weiß man eigentlich gar nicht so genau. Das liegt daran, dass man sie in der freien Wildbahn nur sehr schwer beobachten kann, und erst recht nachts. Es wird wohl so sein, dass sie sich, ähnlich wie Delfine, recht ruhig verhalten, vielleicht auch mal längere Zeit an der Oberfläche liegen bleiben oder auch sehr langsam im Kreis schwimmen. Dabei ist ein besonderer Trick der Natur bei den Walen und Delfinen, dass jeweils nur eine Gehirnhälfte schläft. Das heißt, wenn sie schlafen, ist jeweils die rechte oder die linke Gehirnhälfte wach. Das ist deshalb wichtig, weil jeder Atemzug bei Schweinswalen, Delfinen und Walen bewusst gemacht wird, da sie ja nur dann atmen können, wenn sie an der Wasseroberfläche sind. Also wenn eine Gehirnhälfte schläft, ist die andere wach und nach einer Zeit dreht sich das dann um und dann ist es genau umgekehrt.

Insgesamt schlafen Schweinswale vermutlich, ähnlich wie die anderen Delfine und Wale, nur relativ kurz, also eher im Minutenbereich, aber auf keinen Fall Stunden oder sogar die ganze Nacht, sowie wir Menschen. Sie haben also ehr kurze Schlafphasen die auch mal am Tage eingestreut werden.



4.   Was fressen Schweinswale?
Schweinswale sind Fischfresser. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Fischen. Jedoch nicht so große Fische, sondern zum Beispiel Heringe, kleinere Wittlinge oder Sprotten – das sind alles Arten die auch in der Nord- und Ostsee relativ häufig vorkommen. Die werden dann auch in großen Zahlen gefressen: durchaus ein paar 100 von diesen kleinen Fischen pro Tag.

Bei den jungen Schweinswalen ist es anderes, die fressen vor allem Grundeln. Das hat den Grund das die Grundeln noch kleiner sind, und kleine Schweinswale fressen natürlich auch kleinere Fische. Die ganz kleinen Schweinswale kriegen natürlich erst noch Milch von ihrer Mutter, bis sie dann anfangen selber zu jagen und sich ihre ersten Grundeln fangen.



5.   Wo leben Schweinswale?
Der Gewöhnliche Schweinswal, der auch bei uns in der Nord- und Ostsee zu finden ist, ist ziemlich weit verbreitet, allerdings nur auf der Nordhalbkugel. Man kann ihn im Atlantik und auch im Pazifik finden, vor allem in ehr kalten Gewässern. Bei uns in Europa zum Beispiel, neben Nord- und Ostsee, auch um die Britischen Inseln herum, Irland, nach Norwegen hoch, Spitzbergen, Island und Grönland. Nach Süden hin höchstens mal Nordafrika. An der Spanische Küste gibt es auch eine Population, aber das sind ehr vergleichsweise wenige, also eine ehr kleine Population. Das Hauptverbreitungsgebiet ist somit ehr in Norden Europas, aber auch an der kanadischen Küste des Atlantiks und den USA.

Interessanterweise gibt es auch eine eigene Population im Schwarzen Meer. Das ist deswegen interessant, weil zwischen dem Schwarzen Meer und dem Rest der Verbreitung das Mittelmeer liegt, und im Mittelmeer kommen die Schweinswale gar nicht vor. Auf der Pazifischen Seite leben Schweinswale an der Küste von Alaska und von Nordkanada, bis hin rüber nach Sibirien, Russland und Kamtschatka.

Allgemein leben sie in kühlen Gewässern und man sieht sie ehr in der Nähe der Küste, also in ganz flachen Gewässern, das heißt aber nicht, dass sie nicht auch mal in tieferen Gewässern vorkommen.



6.   Warum heißen Schweinswale, Schweinswale?
Warum Schweinswale, Schweinswale heißen ist gar nicht so genau bekannt. Das wahrscheinlichste ist, das es mit dem griechischen Gelehrten Aristoteles zusammenhängt. Der hat nämlich Schweinswale seziert, also sie sich auch von innen angeschaut und dabei gemerkt, dass die Organe die er da gefunden hat, denen von Schweinen sehr ähnlich sind. Daraus hat er dann den Namen „Schweine der Meere“ gemacht und im deutschen wurde dann daraus „Schweinswale“ oder auch „Meerschwein“. Im dänischem zum Beispiel ist es ganz ähnlich, da heißt er „marsvin“ oder im französischen „marsouin“.  Im holländischen wiederrum heißt der Schweinswal „bruinvis“ und das kommt einem anderen deutschen Namen sehr ähnlich – denn im Ostseeraum haben Schweinswale noch einen anderen Namen, dort wird er nämlich auch „Braunfisch“ genannt.



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